NDM 2007/08 Halle wbl.Jgd.A Dahlenburg

Ziel Endrunde: knapp verfehlt!

 Bei den Norddeutschen Meisterschaften verfehlten die Spielerinnen des TSV Bardowick das gesteckte Ziel, die Teilnahme an der Endrunde denkbar knapp. Norddeutscher Meister wurde der SV Moslesfehn (Weser-Ems) vor dem MTSV Selsingen (Stade). Diese beiden Mannschaften vertreten den Nordbereich des DTB bei den Deutschen Titelkämpfen, die dieses Jahr in Görlitz stattfinden werden.

 Der TSV Bardowick musste im ersten Spiel gegen Dauerrivalen TSV Hagenah antreten. Die Hauptangreiferin und Nationalspielerin Annika Bösch auf Seiten des TSV Hagenah, durchbrach die Abwehr des TSV immer wieder mit gelungenen Angriffsschlägen. Durch mannschaftlich geschlossenem Spiel und ein fintenreichen Angriff konnten die Bardowickerinnen lange mithalten. Im ersten Satz konnte man fünf Satzbälle nicht verwerten und verlor am Ende 13:15. Der zweite Satz konnte bis zum 7:7 offen gehalten werden, verlor diesen dann aber 7:11.

 Der nächste Gegner in der Vorrunde war der stark eingeschätzte TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Spielerinnen dieser Mannschaft verfügen alle über Bundesligaerfahrung. Nach dem Motto des Trainers „Wir können nur gewinnen“ starteten die Spielerinnen äußerst stark. Die Leverkusenerinnen wohl überrascht über die aufopfernd kämpfenden Bardowickerinnen konnten nicht mithalten und so wurde der erste Satz 11:6 gewonnen. Im zweiten Satz nach dem die Leverkusenerinnen sich eine Gardinenpredigt bei ihren Trainern abgeholt haben, kam es zu einem offenen Schlagabtausch. Der TSV Bardowick führte bereits 9:6 und man brauchte, sprichwörtlich „den Sack nur noch zu machen“. Aber die Bayer-Schützlinge kämpften sich heran und beim 10:10 fehlte uns ein wenig Glück. Zwei auf die Grundlinie geschlagene Bälle beendeten den Satz für die Leverkusenerinnen. Es ging in den entscheidenden dritten Satz. Hier spielte Bayer am Anfang stark auf führte schon 8:3. Die jungen Spielerinnen des TSV Bardowick kämpften sich bis auf 8:10 heran verloren dann knapp 8:11. Ein Spiel das man mit ein wenig Glück ebenfalls gewinnen konnte.

 Im dritten Spiel gegen TV Bremen 1875 hieß es nun gewinnen. Die Bremerinnen die nicht so stark eingeschätzt wurden, steigerten sich bei dieser Meisterschaft immer mehr. Im ersten Satz konnten die Domstädterinnen noch mithalten verloren aber 8:11. Im zweiten Satz spielte die Schlagfrau der Bremerinnen unsere Angriffsspielerinnen schwindelig. Kurz gespielte Bälle in Variation zu hart geschlagenen Bällen auf die vorderen Positionen erlaubten keine Gegenwehr. Man verlor deutlich 3:11 und damit den erhofften Einzug in die Endrunde.

 Im Spiel gegen TuS Halden-Herbeck ging es nun um kosmetische Korrektur. Man wollte nicht letzter werden. Die Spielerinnen zeigten auch dass sie den Kopf noch nicht in den Sand gesteckt haben und erkämpften sich einen 11:9 und 11:5 Sieg.

 Mit diesem Spiel waren um 22:30 Uhr die Gruppenspiele der Vorrunde beendet. In der Gruppe A setzten sich die Mannschaften von TVJ Schneverdingen, MTSV Selsingen und SV Moslesfehn durch in der Gruppe B der TV Bremen 1875, TSV Hagenah und TSV Bayer 04 Leverkusen.

 Am Sonntag wurden in der Qualifikation die beiden Halbfinalgegner für die Gruppensieger ermittelt. Hier kam es im ersten Spiel zu einem aufeinandertreffen der beiden Lüneburger Mannschaften TVJ Schneverdingen und TSV Hagenah. Gleichzeitig auch ein Treffen von zwei Nationalspielerinnen. Hinrike Seitz vom TVJ Schneverdingen und Annika Bösch vom TSV Hagenah. Ein hartumkämpftes Spiel das der TSV Hagenah schließlich nach 60 Minuten 11:9, 10:12 und 13:11 für sich entschied.

 Im zweiten Qualifikationsspiel trafen der MTSV Selsingen und der TSV Bayer 04 Leverkusen aufeinander. Die jungen Spielerinnen des MTSV Selsingen ließen hier nichts anbrennen und schickten die Leverkusenerinnen mit 11:5 und 11:4 nach Hause.

 Das erste Halbfinale zwischen TV Bremen 1875 und MTSV Selsingen war wieder ein Knüller. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und so musste wieder der dritte Satz entscheiden. Letztendlich setzte sich der MTSV Selsingen mit 11:7, 6:11 und 12:10 durch.

 Das zweite Halbfinale bestritten der SV Moslesfehn und der TSV Hagenah. Der SV Moslesfehn der mit Kathrin von der Pütten und Sabine Grüning sogar zwei Nationalspielerinnen in seinen Reihen hat gewann dieses Halbfinale nach langer Gegenwehr des TSV Hagenah in zwei Sätzen 11:7 und 12:10.

 Das Spiel um den 3.Platz gewann der TV Bremen 1875 deutlich gegen den TSV Hagenah. Hier traten konditionelle Schwächen beim TSV Hagenah offen zu Tage. Das Spiel endete 11:5 und 11:4 ohne wirkliche Gegenwehr für TV Bremen 1875.

 SV Moslesfehn gegen MTSV Selsingen das Finale. Manfred Grüning der Trainer aus Moslesfehn sagte vor dem Spiel: „Meine Mädchen sind heiß, wir wollen den Titel!“, Werner Behring vom MTSV Selsingen: „Wollen wir mal schauen, es waren  anstrengende Spiele bis hierher!“.  Und es sollte sich zeigen dass diese Meisterschaft entschieden wurde, durch konditionelle Überlegenheit. Der MTSV Selsingen musste den vielen Drei-Satz-Siegen Tribut zollen. Der SV Moslesfehn gewann das dennoch interessante Endspiel in zwei Sätzen 11:7 und 11:7.

 Die Spiele wurden begleitet von einem interessierten Publikum und mit dem  Bürgermeister der Samtgemeinde Dahlenburg Herrn Joachim Dassinger hat der Faustballsport einen neuen Anhänger gefunden. Über Stunden begleitete er die Spiele und war fasziniert. Desweiteren verfolgte der Herren-Bundestrainer und Damentrainer des TV Jahn Schneverdingen (1.Bundesliga) Olaf Neuenfeld die Spiel am Sonntag.

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